Hochzeitsfotograf · Berlin & deutschlandweit
Der Tag geht.
Die Erinnerung bleibt.

Dokumentarische Hochzeitsreportagen — nah, leise, unvergesslich.

Tamara & Beatrice

Standesamtliche Trauung · Berlin-Lichtenberg · Juli 2025


Lichtenberg ist kein Bezirk, der sich in Szene setzt.


Keine Touristenströme, keine Hochglanzfassaden —
stattdessen breite Straßen, alte Häuser und eine Geradlinigkeit, die etwas Ehrliches hat.

An diesem Julitag passte das gut.
Tamara und Beatrice wollten keinen großen Auftritt. Sie wollten heiraten.

Ankunft

Die beiden kamen zusammen.
Nicht jede Braut kommt getrennt — Tamara und Beatrice hatten sich das anders gedacht,
und warum auch nicht.

Da sie nur unweit wohnten, liefen beide den kurzen Weg zusammen,
standen einen Moment nebeneinander auf dem Bürgersteig vor dem Standesamt,
und ich glaube, da war ihnen kurz bewusst, was gleich passieren würde.

Die Gäste standen schon da und warteten. Es gab Umarmungen, Küsse auf die Wange,
das vertraute Durcheinander von Menschen, die sich freuen.





Das Warten

Im Vorzimmer des Trauzimmers wartete man zusammen.
Das Vorzimmer ist einer dieser Orte, die ihre eigene Spannung haben — man ist schon fast da, aber noch nicht.
Tamara redete. Beatrice war ruhiger, schaute auf ihre Hände, lachte dann
über irgendetwas, das Tamara sagte. So sind sie, hatte ich das Gefühl.

Die Gäste nahmen nach und nach Platz im Trauzimmer. Stühle schoben, flüstern,
das leise Geräusch von Erwartung.








Der Einzug

Dann gingen sie zusammen ins Trauzimmer. Nebeneinander, nicht hintereinander —
das war ihre Entscheidung, und sie war richtig. Der Raum, die Gäste, das kurze
Schweigen, das entstand, als die Tür aufging.

Ich stand seitlich und fotografierte. Es gibt diesen Bruchteil einer Sekunde
beim Einzug, in dem man sieht, ob jemand aufgeregt ist oder angekommen.
Bei Tamara und Beatrice war es das zweite.










Die Trauung

Die Standesbeamtin hatte sich vorbereitet. Nicht nur auf die Formsache —
man merkte, dass sie verstanden hatte, wen sie heute vor sich hatte.
Die Worte, die sie sprach, waren persönlich. Sie passten zu Tamara und Beatrice.

Es gab einen Moment, den ich nicht erwartet hatte: Beatrice, die während
einer Passage kurz die Augen schloss. Nicht weil sie traurig war.
Einfach weil sie zuhören wollte — richtig zuhören.

Das Ja-Wort kam zweimal. Tamara zuerst, laut und klar.
Beatrice danach, leiser, aber ohne eine Spur von Zögern.














Sektempfang in der Sonne

Draußen vor dem Standesamt wartete die Sonne.
Juli in Berlin ist manchmal gnadenlos heiß — an diesem Tag war er einfach schön.
Die Gäste standen in kleinen Gruppen, Sektgläser in der Hand, Stimmen überall.

Tamara und Beatrice standen mittendrin, wurden umarmt, lachten, wurden
wieder umarmt. Ich fotografierte von der Seite, ohne mich aufzudrängen.
Solche Momente vertragen keine Unterbrechung.






Der Park — Shooting und Gruppenfotos

Nicht weit vom Standesamt liegt ein Park — grün, ruhig, mit dem guten Licht,
das man im Sommer zwischen elf und zwölf noch hat, bevor es zu steil wird.
Wir gingen dorthin.

Für die Gruppenfotos mit Familie und Freunden brauchte es ein bisschen
Koordination — viele Menschen, viele Wünsche, jeder möchte einmal drauf sein.
Das ist normal und gehört dazu. Ich mochte es trotzdem am meisten, wenn alle
kurz aufgehört hatten zu posieren und einfach miteinander redeten.

Für das Brautpaarshooting hatte ich Tamara und Beatrice dann kurz für mich.
Der Park, das Licht, die beiden. Mehr braucht es nicht, wenn man weiß,
wie man miteinander ist.











Die U-Bahn

Dann kam der Teil des Tages, den ich am wenigsten vergessen werde.

Tamara und Beatrice fuhren mit ihren Gästen mit der Berliner U-Bahn zum Restaurant.
Im Brautkleid, mit Blumen, mit einem Dutzend festlich gekleideter Menschen in einem Waggon,
in dem gleichzeitig auch andere Berliner saßen — ganz normale Berliner, die an einem Dienstagmittag
U-Bahn fuhren und plötzlich eine Hochzeitsgesellschaft im Abteil hatten.

Einige schauten. Manche lächelten.
Ein älterer Herr klatschte kurz, dann schaute er wieder aus dem Fenster.

Tamara und Beatrice standen in der Mitte des Waggons und lachten.
Berlin ist manchmal ein sehr guter Ort.










Das Restaurant

Die Ankunft im Restaurant war das, was Ankünfte sein sollten: laut, herzlich,
erwartungsvoll. Die Tische waren gedeckt, das Team stand bereit, und die Gäste
strömten herein wie Menschen, die wissen, dass der schönste Teil des Tages
gerade erst begonnen hat.

Tamara und Beatrice standen einen Moment an der Tür und schauten in den Raum.
Ich weiß nicht, was sie dachten. Aber ich weiß, wie sie aussahen.
Zufrieden. Richtig zufrieden.













Was danach passierte, gehörte ihnen.

Ich fuhr nach Hause und ließ den Tag sacken.

Tamara und Beatrice — ich bin froh, dass ich dabei war.
Soll ich auch euren Tag festhalten?


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